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Verwaltungszentrum Sparkasse IserlohnMotivierende Arbeitswelt dank Machbarkeitsstudie, Workshops & CI



Die Verwaltung der Sparkasse Iserlohn hat eine neue Heimat direkt neben der Hauptstelle in den beiden oberen Stockwerken einer Einkaufspassage gefunden. Bislang verteilte sich die Verwaltung historisch bedingt auf drei verschiedenen Standorten, nun sind sie zu einer Einheit zusammen gefasst. Mit Hilfe von Workshops wurden die Beteiligten aktiv an der Ablauforganisation und Gestaltung ihres neuen Arbeitsplatzes eingebunden. Auf 2600 Quadratmetern ist eine neue motivierende Arbeitswelt entstanden, die funktional und eng an die Arbeitsprozesse der Mitarbeiter angelegt ist, den Wissensaustausch unter den Mitarbeitern optimiert und Flexibilität für zukünftige Veränderungen gewährleistet. Ein Ort der Begegnung mit einer dreidimensional erlebbaren Corporate Identity.

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Für die Anmietung der schon länger leerstehenden Etagen am zentralen Schillerplatz sprachen die räumliche Nähe zum Hauptgebäude der Sparkasse die große zusammenhängende Fläche sowie der günstige Mietpreis. Allerdings ließen der ungewöhnlich geschnittene Grundriss und die spärliche Tagesbelichtung daran zweifeln. Mit einer Machbarkeitsstudie sollte geprüft werden, ob die ursprünglichen Laden- und Lagerflächen in einem vertretbaren Kostenrahmen für eine Büronutzung umzuwandeln sind. Es wurde kritisch betrachtet, ob alle benötigten Arbeitsplätze positioniert werden können, ob die Arbeitsschutzbestimmungen eingehalten werden und ob die Fläche attraktiv gemacht werden kann. Nach einer intensiven Analyse gab es für das Vorhaben grünes Licht. Mit zwei neuen Oberlichtern und einem sonst sanften Eingriff in den Bestand sollte die Belichtung optimiert, die Investitionskosten allerdings möglichst gering gehalten werden. Und der Plan geht auf: Unter Einhaltung des Budgets ist in den oberen Stockwerken eine zukunftsweisende Arbeitslandschaft für über hundert Mitarbeiter der Sparkasse entstanden. Durch die Zusammenlegung der bisherigen drei Standorte kann die angemietete Fläche reduziert und die Betriebskosten minimiert werden. Und die Vorgabe des Vorstandes war klar: Einzelbüros sind out. Die kleinste zulässige Bürogröße sollten 2-Personen-Gruppen sein – und diese auch nur im Ausnahmefall. Mehr Kommunikation, Transparenz und Flexibilität sollte die neue Arbeitsumgebung prägen. Mit diesen Vorgaben wurden die Mitarbeiter der Sparkasse Iserlohn frühzeitig in die Planung eingebunden, um künftig optimale Raumlösungen zu schaffen. Gemeinsam wurden Arbeitsabläufe in Workshops intensiv analysiert und spielerisch Organigramme entwickelt, in denen alle wesentlichen Funktionen und auch die sogenannten weichen Faktoren ermittelt und überdacht wurden. Das Ergebnis wurde in die Grundrisse eingearbeitet und in Abstimmung mit der Sparkasse weiter entwickelt. So konnten die Mitarbeiter aktiv ihren neuen Arbeitsplatz mit gestalten. Die Bürofläche wirkt weit und luftig. Für die kleineren Büroeinheiten wurden die Bestandswände genutzt, im ehemaligen Lagerbereich ist jedoch das Konzept von der Open-Space Idee geprägt. Zoniert werden die Dreier- bis Fünfer-Gruppenarbeitsplätze durch Sideboards und halbtransparente Trennwände von Rosso, die schallabsorbierend wirken. Der flächendeckende Teppich mit spezieller Akustikbeschichtung und die Rasterdecke OWAcoustic verringern die Nachhallzeiten und sorgen für eine optimale Raumakustik. Paneele zwischen den Schreibtischen und Pflanzen schaffen zusätzlich Privatsphäre und haben eine sogenannte psychoakustische Wirkung. So wird das gesprochene Wort in unmittelbarer Nähe als nicht störend empfunden. Zusätzlich zu den offenen Arbeitsbereichen wurden diverse Mehrwertflächen geschaffen, die von den Mitarbeitern sehr gut angenommen werden. Das auffällige, sparkassenrote und halb abgeschirmte Sofa findet sich an drei zentralen Orten wieder und wird von den Mitarbeitern gerne für kurze Besprechungen genutzt. Für informelle Kommunikation eignen sich auch die eingerichteten Druckpool-Stationen und Stauraum-Center, erholsame Pausen ermöglichen die Café-Lounges. Platz für interne Weiterbildungsmöglichkeiten bieten ein PC-Schulungsraum für acht Personen und das Casino, das als Schulungsraum für 30 Personen genutzt werden kann. Für Teamgespräche werden vielfältige Möglichkeiten in unterschiedlicher Größe und Diskretion geboten: Ob vier, sechs, zehn oder mehr Personen, ob am runden Tisch oder an der langen Tafel ob mit Medien Einsatz oder ohne, ob offen oder in Klausur. Bei schönem Wetter ist die Dachterrasse mit Blick über die Innenstadt von Iserlohn der beliebteste Ort für Besprechungen. Die Arbeitsumgebung ist mit ihrer klaren Anordnung und Struktur großzügig und übersichtlich. Die vorwiegend weißen Möbel, die mit Gräsern bepflanzten Kästen sowie die nahezu profilfreien Glasflächen verbreiten Leichtigkeit und wirken fast schon meditativ. Unterstützend wirkt die durchdachte Farbgebung, die auf farbpsychologischen Erkenntnissen beruht. Farbflächen am Boden zonieren die unterschiedlichen Nutzungsbereiche bilden Inseln aus und trennen Arbeitsplätze von Kommunikationsbereichen und Verkehrsflächen. Die Bereiche für konzentriertes Arbeiten sind in Petrol-Nuancen gehalten. Diesen Farbtönen wird eine beruhigende und konzentrationsfördernde Wirkung zugesprochen und haben eine weitende Wirkung auf den Raum. Die Kommunikationsbereiche sind hingegen in warmen Rottönen angelegt, denn sie fördern die Kommunikation und wirken dynamisierend. Die roten Farbflächen ziehen sich dreidimensional an den Wänden und Boden entlang bis in die Wegezonen hinein, bilden eine interessante Grafik und verkürzen optisch die langen Büroflure. Über den Sofas hängen rote Pendelleuchten und markieren über den Raum hinweg den Treffpunkt. Auch das Logo der Sparkasse ist zu finden. Raumhoch und raffiniert angeschnitten zeichnet es sich weiß auf farbigen Garderoben-Kuben ab. Die Laufwege werden an der Decke mit Langfeldleuchten und am Boden mit einem anthrazitfarbenen Teppich gekennzeichnet und auch die Konferenzräume halten sich mit neutralen Grau- und Weißtönen zurück. Einen schönen Akzent bilden hier die großformatigen Fotos mit Naturmotiven aus dem Iserlohner Wald und die dazu passenden Pendelleuchten, die an duftige Wolken erinnern. Das neue Verwaltungszentrum ist ein Ort der Begegnung mit erlebbarer Corporate Identity. Die optimierte Bürostruktur und die individuelle Gestaltung unter Berücksichtigung psychologischer Studien sowie Marken- und regionaler Identität erleichtern funktional und emotional das Arbeiten und stärken die Bindung der Mitarbeiter zur Sparkasse Iserlohn. Das neue Verwaltungszentrum ist nun gerüstet für die vielfältigen und komplexen Anforderungen der künftigen Arbeitswelt.

Status: Fertigstellung 2013

Leistungen: Innenarchitektur, Workshops, Machbarkeitsstudie 

Größe: 2.600 qm


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80 Prozent der wirklich innovativen Ideen entstehen durch persönliche, informelle Kommunikation.

Prof. Thomas J. Allen, MIT Sloan School Management


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Kunde:

Sparkasse Iserlohn
bankingportal.sparkasse-iserlohn.de

Ort:

Verwaltungszentrum
Schillerplatz 6
58636 Iserlohn

Kategorie:

Banken und Behörden

Team:

Heiner Kolde
Silke Voßkötter
Sandra Böttger
Holger Nothnagel

Fotos:

photoprop, Wuppertal

Veröffentlichung:

bank objekte 12_2014

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