Projekt
Architektur, die Stadt, Menschen und Zukunft verknüpft.
Sparkasse Neuwied
Ein Ort der Verbundenheit
Projekt
Architektur, die Stadt, Menschen und Zukunft verknüpft.
Sparkasse Neuwied
Ein Ort der Verbundenheit


Kategorie
Bankenplanung
Leistungen
Team
Silke Voßkötter
Vanessa Busemann
Eva Boss
Kathrin Manert
Ort
Neuwied
Status
Fertigstellung 2025
Auszeichnungen
Auszeichnungen
Größe
2895 qm
Credits
Annika Feuss
Sparkasse Neuwied
Wie gelingt es, Menschen aus dem Homeoffice zurück ins Büro zu holen – nicht durch Anwesenheitspflicht, sondern durch einen Ort, der spürbar Mehrwert bietet? Aus dieser Frage heraus entstand das S-Forum: ein identitätsstiftender Neubau in der Neuwieder Innenstadt, der moderne Arbeitswelten, Kundennähe und städtebauliche Qualität in einem Haus vereint.
Der aus einem Wettbewerbsgewinn hervorgegangene Bau schließt eine markante Lücke im Blockrand und wird zum neuen Treffpunkt für Kund:innen, Mitarbeitende und die Stadtgesellschaft.

Am Anfang stand kein Grundriss, sondern ein Dialog. In einem klar strukturierten, partizipativen Prozess wurden in Workshops zunächst die strategischen Ziele definiert und gemeinsam in ein konkretes Anforderungsprofil für das Gebäude übersetzt. Die Leitfrage: Was macht diesen Ort – und die Menschen, die hier arbeiten, beraten und zu Besuch kommen – wirklich aus? Statt um Standardlösungen ging es um echte Bedarfe: Arbeitsweisen, Begegnung, Identifikation mit der Sparkasse und ihrer Rolle in der Region.
Dabei wurden Führungskräfte, Mitarbeitende und weitere Stakeholder der Sparkasse frühzeitig eingebunden, um Perspektiven aus unterschiedlichen Bereichen zu bündeln und in eine gemeinsame Vision zu überführen. In moderierten Formaten wurden Wünsche, Routinen und Schmerzpunkte sichtbar gemacht und in klare Anforderungen an Räume, Abläufe und Atmosphären übertragen. So entstand Schritt für Schritt ein Gebäudekonzept, das nicht von der Fläche aus denkt, sondern von den Menschen, ihren Aufgaben und ihrer Haltung zur Sparkasse. Das Ergebnis ist ein Ort, der die Unternehmenskultur räumlich übersetzt und eine gemeinsame Identität stärkt, statt sie nur grafisch zu inszenieren.


Die Antwort auf diese Fragen zeigt sich in der Architektur: Das S-Forum setzt aufLieblingsplätze statt austauschbarer Arbeitsplätze, auf Aufenthaltsqualität statt Pflichtpräsenz und auf eine flächeneffiziente, sinnvoll genutzte Struktur. Tageslicht auf allen Ebenen, Rückzugsräume für konzentriertes Arbeiten und offene Teamzonen greifen ineinander und geben Mitarbeitenden die Freiheit, je nach Aufgabe und Stimmung den passenden Ort zu wählen. Ergänzt werden diese Bereiche durch informelle „dritte Orte“ jenseits des klassischen Schreibtisches, in denen spontane Begegnungen, kurze Abstimmungen und gelebte Zusammenarbeit zum Alltag gehören – und genau der Mehrwert entsteht, den das Homeoffice nicht leisten kann.

.jpg)
Statt klassischer Flur-Büro-Strukturen entstehen abwechslungsreiche Zonen mit unterschiedlichen Atmosphären – vom ruhigen Fokusbereich über projektorientierte Teamflächen bis zu lebendigen Treffpunkten. Mitarbeitende können ihren Tag flexibel strukturieren, zwischen konzentriertem Arbeiten, Austausch und Erholung wechseln und so ihr persönliches Gleichgewicht zwischen Effizienz und Wohlbefinden finden. Die Gestaltung folgt dabei der Grundidee, dass Motivation, Bindung und Leistungsfähigkeit steigen, wenn der Raum Beziehung, Begegnung und Zugehörigkeit aktiv unterstützt. Das Büro wird damit zum Ort, an den man gerne zurückkehrt.
Das räumliche Herzstück dieser Haltung ist der Verbinder: eine großzügig verglaste Mittelzone, die die Baukörper über alle Ebenen hinweg zusammenschließt. Sie ist keine Erschließungsfläche, sondern das kommunikative Rückgrat des Hauses – mit Coffeepoint, Aufenthalts- und Austauschbereichen.

Im Erdgeschoss öffnet sich das S-Forum zur Stadt und verbindet das vertraute Bankgeschäft mit einem lebendigen, öffentlichen Raum. Eine offene Passage, niedrigschwellige Aufenthaltsbereiche und integrierte Serviceangebote machen den Besuch bei der Sparkasse unkompliziert und einladend. Ergänzend dazu bietet ein Beratungscenter mit thematisch gestalteten Räumen Raum für individuelle Gespräche – für Familien, junge Menschen, ältere Kund:innen und unterschiedliche Lebenssituationen. Regionale Themen und Motive ziehen sich durch diese Räume und machen die Verbundenheit zur Region sinnlich erfahrbar.
.jpg)
.jpg)
Die wichtigsten Wege und Angebote liegen bewusst im unmittelbaren Wahrnehmungsbereich der Besucher:innen, damit Orientierung intuitiv funktioniert und Barrieren abgebaut werden. Statt klassischer Schaltertrennung entstehen Treffpunkte, an denen Kund:innen auf gleicher Augenhöhe beraten werden und die Sparkasse ihre Rolle als Partnerin in der Region sichtbar lebt. Die Themenzimmer greifen regionale Geschichten, Landschaften oder Branchen auf und verknüpfen sie mit den unterschiedlichen Beratungssituationen. So wird der Kontakt zur Sparkasse zu einem Erlebnis mit lokalem Bezug, das Vertrauen stärkt und die Marke im Alltag der Menschen verankert.
Das S-Forum ist nicht nur für den Moment gebaut, sondern für die Zukunft: Es erfüllt den KfW-Effizienzhausstandard 50, nutzt Photovoltaik und begrünte Dachflächen und ist auf einen ressourcenschonenden Betrieb ausgelegt. Die flächenoptimierte Planung unterstützt effiziente Wege, wirtschaftliches Flächenmanagement und flexible Nutzung – bis hin zu Veranstaltungen in der Kundenhalle oder späteren Fremdnutzungen. Für die Sparkasse, ihre Mitarbeitenden und Kund:innen wird dasGebäude so zum Treffpunkt, zur Identifikationsfläche und damit zu einem Ort, an den man in der Neuwieder Innenstadt gerne zurückkehrt.

bkp Leistungen
Weitere
Projekte
|
Bankenplanung