Wartezimmer einer Praxis
Der Weg aus der Krise
Wie können Krankenhäuser Patient:innen gewinnen und Ihre Einnahmen steigern?

Patienten gewinnen

Die Lage der Kliniken in Deutschland verschlechtert sich weiterhin. Die reduzierten Fallzahlen durch die Freihalte-Coronapolitik und damit einbrechenden Einnahmen wirken noch nach, da kommt schon die nächste Krise. Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene ökonomische Belastung durch Energiekrise und Inflation setzen die Kliniken weiter unter Druck. Der Fachkräftemangel – für den wir ebenfalls passgenaue Konzepte bieten  – sorgt außerdem dafür, dass teilweise Stationen geschlossen werden. Weniger Stationen bedeuten wiederum weniger Patienten und damit weniger Fallzahlen und weniger Einnahmen. Ein Teufelskreis, der viele Kliniken in die roten Zahlen treibt. Zudem befeuert die hohe Klinikdichte in manchen Gebieten den Wettbewerb um Patient:innen. Als Folge müssen sich die Krankenhäuser dringend für die Zukunft aufstellen und darauf spezialisieren, Patient:innen zu gewinnen und die Patientenzufriedenheit zu steigern. Sie müssen Antworten darauf finden, was für Patient:innen im Krankenhaus wichtig ist. Ansonsten verlieren sie kritische Marktanteile.

Mit neuen Gesundheitswelten und Healing Architecture Patient:innen fürs Krankenhaus gewinnen!

Um aus den roten Zahlen zu kommen, müssen zwingend mehr Einnahmen generiert werden. Entscheidend sind stabile oder steigende Patientenzahlen. Hierfür ist die Patientenzufriedenheit im Krankenhaus der wichtigste Faktor. Denn je zufriedener die Patient:innen mit dem Erscheinungsbild, der Versorgungsqualität und dem Service einer Klinik sind, desto wahrscheinlicher empfehlen sie diese an ihre Bekannten und Angehörigen weiter. So entsteht schrittweise eine feste, nachhaltige Verankerung in der Kommune als regionaler Versorgungsanbieter und erster Ansprechpartner für gesundheitliche Leistungen. Dieses Prinzip sichert damit Stammpatienten und Kund:innen aus der Umgebung und je nach Ruf auch aus dem weiteren regionalen Umfeld.

Wie können Krankenhäuser Patient:innen gewinnen und Ihre Einnahmen steigern?

Die strategische Ausrichtung für die Zukunft erfolgreicher Kliniken dürfte damit klar geworden sein. Doch wie können die Einrichtungen diese Ziele erreichen? Wir stellen drei entscheidende Maßnahmen für die Patientengewinnung der Zukunft vor. 

1. Kliniken müssen Patient:innen als Gast verstehen und in den Mittelpunkt stellen

Aus heutiger Sicht gehe ich als Patient:in ins Krankenhaus, wenn meine Gesundheit keine Alternativen zulässt. Ich muss mich in den „Krankenhausapparat“ begeben und damit in einen fest strukturierten Pflegealltag mit Pflegerundgängen, Blutabnahmen, Essen zu bestimmten Zeiten und dem Warten auf die Visite oder Untersuchungen. Ich befinde mich als Stellschraube in einer Maschine, die keine Zeit für meine persönlichen Empfindungen, mein Wohlbefinden und meine Selbstbestimmtheit entbehrt. Es ist naheliegend, dass Menschen diesen Prozess als einschränkend bis äußerst unangenehm empfinden. Stattdessen müssen Krankenhäuser fragen, wie sich Patient:innen fühlen und was er oder sie sich wünschen.

In diesem Zusammenhang ist Hospitality von entscheidender Bedeutung. Der Fachausdruck aus dem Gastgewerbe bezieht sich auf infrastrukturelle und personenbezogene Dienstleistungen. Das heißt, Kliniken müssen bei allen Planungsschritten das Wohlbefinden der Patient:innen mit einbeziehen. Im Bereich der Krankenhausarchitektur bieten sich effektive Möglichkeiten dafür: Das Patientenzimmer bietet Möglichkeiten zur Privatsphäre und gibt Patient:innen ein gewisses Maß an Selbstbestimmtheit. Eine angenehme Atmosphäre macht aus dem „furchteinflößenden“ Krankenhaus vielmehr einen Rückzugsort, von dem aus Patient:innen erholt, entspannt und mit neuer Kraft zurück in den Alltag starten. So wird es möglich, dass Patient:innen sich im Krankenhaus wohlfühlen. 

2. Healing Architecture: Die Wechselwirkung zwischen Raum und Patientenpsyche nutzen

Wie können Kliniken die Architektur nutzen, um einen positiven Effekt auf die Psyche der Patienten auszuüben? Das Konzept Healing Architecture bietet Krankenhäusern großes Potenzial. Hier wird der Mensch mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt der Architektur gestellt. Private Stellflächen und flexible Raumlösungen sorgen dafür, dass Patient:innen sich selbst einen intimen und sicheren Rückzugsort gestalten, an dem sie entspannen können. Sie entscheiden selbst, wann sie sich mit ihren Zimmernachbarn unterhalten möchten. Funktional gegliederte Aufenthaltsräume bieten den gehfähigen Patient:innen Möglichkeiten des Austauschs und der Kommunikation. Flexible Raumlösungen ermöglichen den ungestörten Besuch von Angehörigen und schaffen die gewünschte Privatsphäre, ohne dabei andere Patient:innen oder Fachkräfte zu stören. Eine klar funktional gegliederte Station sorgt dafür, dass die Angehörigen sich gut orientieren können und genügend Raum für das gezielte Gespräch mit Fachkräften bleibt.

Healing Architecture geht jedoch über die Strukturierung der Räumlichkeiten im Krankenhaus hinaus. Studien ergaben, dass bereits der Blick ins Grüne für Entspannung und damit für eine Reduktion von Schmerzmitteln, weniger Komplikationen und eine kürzere Verweildauer sorgt. Im Kern geht es darum, die Wechselwirkung zwischen Raum und Psyche von kranken Patient:innen positiv zu gestalten. Nachweislich haben kranke Menschen eine andere Wahrnehmung von Räumen als gesunde Menschen. Eine Anpassung der Beleuchtungssituationen (individuelle Beleuchtung, spezielle Nachtbeleuchtung), angenehme Farben und Materialien (Stoffe für mehr Wohnlichkeit und dem Hospitality-Gefühl) sowie angenehme Düfte statt des gefürchteten „Krankenhausgeruchs“ sind hier wichtige Stellschrauben. Durch sie verbessert sich die Patientenzufriedenheit erheblich und er wird die Klinik als moderner und die Versorgung als positiver bewerten.

Dadurch wird aus der Aussage „Ich muss in die Klinik“ ein „Ich möchte in diese Klinik, weil ich mich hier gut aufgehoben fühle“.
 

3. Kommunikation und Bewertungsmanagement: 

In Zeiten der Digitalisierung reicht es nicht mehr aus, „nur“ eine sehr gute Gesundheitsleistung und gastfreundliche Atmosphäre für Patient:innen zu schaffen. Patient:innen müssen das positive Krankenhauserlebnis auch über entsprechende Bewertungsportale nach außen kommunizieren. Auf der Suche nach immer neuen Patient:innen sind Kliniken zusätzlich auf Patienten außerhalb ihrer Region angewiesen. Ein professionelles „Auschecken“ mit dem Hinweis auf die Bewertungsmöglichkeiten hilft dabei, die eigenen Leistungen zu verbessern und zeigt potenziellen Patient:innen in einem großen Einzugsgebiet, wie positiv die Klinik bewertet wird. 

Darüber hinaus geht es darum, Kliniken in der Region zu verwurzeln und fest in das kommunale Leben einzubinden. Dazu können schon Restaurants oder Cafés innerhalb der Klinik beitragen. Ebenso sollten Kliniken ein weitreichendes Angebot von Informationsveranstaltungen oder gemeinnützigen Aktionen in der Kommune etablieren. Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass die Menschen aus der Umgebung gern in die Einrichtung kommen und den Besuch mit angenehmen Dingen verbinden. 

Wie können wir Ihnen Ihren Wettbewerbsvorteil verschaffen?

Als InnenArchitekt:innen und Strategieberater:innen haben wir uns auf Healing Architecture und neue Gesundheitswelten spezialisiert. Wir gestalten für Sie eine zukunftsorientierte neue Klinikwelt und nehmen Ihre Mitarbeiter in unseren praxisorientierten Workshops mit in den Planungsprozess. Das verbessert die Identifikation mit der neuen Arbeitswelt spürbar. Zudem stärken wir die Kompetenzen Ihrer Chefärzte, leitenden Oberärzte, Pflegedirektion und den Bereichs-/Stationsleitungen, damit ein gut funktionierendes Team voller Wertschätzung und Transparenz entsteht. Wir begleiten Sie von den ersten strategischen Überlegungen, über die Fachkräftepartizipation im Planungsprozess, die Ausführung und Bauleitung bis zur fertigen Schlüsselübergabe.

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