Projekt
Bankgebäude neu gedacht
Wettbewerbsentwurf für ein Bankgebäude im Stadtzentrum
Projekt
Bankgebäude neu gedacht
Wettbewerbsentwurf für ein Bankgebäude im Stadtzentrum


Kategorie
Bankenplanung
Leistungen
Team
Moritz Stein
Nikolai Schulte
Ort
Region Hannover
Status
Entwurf
Auszeichnungen
Auszeichnungen
Größe
Credits
bkp GmbH
Wie schafft man ein zeitgemäßes Bankgebäude, wenn der Rohbau bleiben muss, die Innenstadtlage kaum Spielraum lässt und Nachhaltigkeit kein Add-on, sondern eine zentrale Leitlinie ist? Dieser Entwurf beantwortet genau diese Fragen: Er wurde im Rahmen eines Wettbewerbs für ein innerstädtisches Bankgebäude entwickelt – als Zukunftsbild, das Bestand, Stadtraum und Energiewende konsequent zusammendenkt.
Die Ausgangslage war anspruchsvoll: Ein bestehender Rohbau sollte weitgehend erhalten bleiben, gleichzeitig war ein architektonischer Neustart gefragt, der in der typischen, kleinteiligen Struktur einer gewachsenen Innenstadt offen, einladend und zukunftsfähig wirkt. Der Entwurf reagiert darauf mit drei giebelständigen Baukörpern, die Maßstab, Dachform und Materialität des Ortes aufnehmen und bewusst neu interpretieren. Ein Klinkerriegel, ein halbtransparenter Baukörper als moderne Referenz an das Fachwerk und ein drittes Haus mit Holzfassade bilden einen prägnanten Dreiklang aus Beständigkeit, Offenheit und Nachhaltigkeit.
Der Entwurf versteht den bestehenden Rohbau nicht als Einschränkung, sondern als Ressource: Durch den Erhalt der Struktur werden rund 2.000 m³ Beton und etwa 600 Tonnen CO₂ eingespart: ein klares Statement für klimagerechtes Bauen im Bestand. Ein flexibles Achsraster, langlebige Fassadenaufbauten und natürliche Belichtung ergänzen dieses Prinzip. Zusammen mit einem KfW-40-orientierten Energiekonzept und einer dachintegrierten PV-Anlage wird die Innenstadtimmobilie vom Energieverbraucher zum aktiven Baustein der lokalen Energiewende.

Im Entwurf wird der Innenraum als offener Marktplatz für Beratung, Austausch und Arbeiten gedacht. Statt klar getrennter Service- und Backoffice-Zonen entsteht eine zusammenhängende Raumlandschaft, in der Kundenhalle und Arbeitsbereiche funktional verzahnt sind.
Eine zentrale Kommunikationszone als Herzstück, flankiert von flexibel nutzbaren Beratungsflächen sowie Bereichen für Veranstaltungen und Seminare, bildet den Rahmen für Begegnung, konzentriertes Arbeiten und vertrauliche Gespräche. Auf rund 884 m² Bürofläche und zusätzlich etwa 1.535 m² Flächen für Beratung, Veranstaltungen oder Seminarräume werden im Konzept 85 Arbeitsplätze geplant. Mit dieser Strukturierung wir ein Innenraum geschaffen, der Bankbetrieb, Zusammenarbeit und Kundenerlebnis in einem zukunftsfähigen, sachlich klar organisierten Umfeld bündelt.
Der Entwurf zeigt welches Potenzial im Weiterbauen von Bestandsstrukturen in innerstädtischen Lagen steckt. Er macht deutlich, wie ein Bankgebäude im Bestand Beratung, Arbeiten und Kundenerlebnis neu ordnen und zugleich messbare Beiträge zu Klimaschutz und Ressourcenschonung leisten kann.
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