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Lebenslanges Lernen

Heiner Kolde über die Zukunft von Lernräumen

Learning Spaces

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Heiner Kolde

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CEO & Founder

Heiner Kolde

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Lebenslanges Lernen neu denken – Heiner Kolde über die Zukunft von Lernräumen

Lebenslanges Lernen ist zur strategischen Zukunftsfrage für Unternehmen geworden – und steht im Zentrum eines Vortrags, den Heiner Kolde, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von bkp, beim „Future Workspace“-Event im Bene Showroom in Köln gehalten hat. Unter dem Titel „Lebenslanges Lernen – New Learning Spaces“ zeigte der Dipl.-Ing. Innenarchitekt, warum Lernen heute nicht mehr im Seminarraum stattfindet, sondern in der konsequent gestalteten Lern-und Arbeitsumgebung eines Unternehmens.

Lebenslanges Lernen im Fokus von bkp

Heiner Kolde beschreibt eine Arbeitswelt, in der Fachkräftemangel, digitale Transformation und volatile Märkte den Takt bestimmen – und in der die Halbwertszeit von Wissen maximal 2 bis 5 Jahre beträgt. Unternehmen stehen damit vor der Aufgabe, schneller zu lernen als sich ihr Umfeld verändert, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Lebenslanges Lernen ist aus dieser Perspektive keine HR-Initiative, sondern ein zentraler Hebel für Wertschöpfung, Innovation und Resilienz.

Lernkultur als Wettbewerbsvorteil

Ein Kernpunkt des Vortrags ist die Lernkultur als messbarer Wettbewerbsvorteil. Systematische Entwicklung von Führungskräften, gezielte Qualifizierungsprogramme und kontinuierliche Entwicklungsmöglichkeiten zahlen direkt auf Produktivität, Mitarbeiterbindung und Geschäftsergebnisse ein. Unternehmen, die Lernkultur verankern, reduzieren Fluktuation, erhöhen Engagement und schaffen die Basis für langfristige Innovationskraft.

Räume als aktive Lernpartner

Zentraler Hebel dafür sind Räume, die Lernen ermöglichen, statt es zu behindern. Heiner Kolde macht deutlich: Räume sind nicht Kulisse, sondern aktiver Lernpartner – sie prägen Verhalten, erzeugen oder verhindern psychologische Sicherheit und entscheiden mit darüber, ob neue Formate angenommen werden. Das klassische Bild vom starren Schulungsraum passt nicht mehr zu einer Realität, in der 70 Prozent des Lernens im Arbeitsalltag, 20 Prozent im Austausch und nur 10 Prozent informalen Trainings stattfinden.

Aus dieser 70-20-10-Perspektive leitet Heiner Kolde Anforderungen an moderne Lernlandschaften ab. Lernräume müssen Erfahrungsräume, Austauschzonen und fokussierte Trainingsbereiche gleichermaßen abbilden – mit offenen Treffpunkten, hybriden Projektflächen, digitalen Communities und analogen Rückzugsorten. Hinzu kommen smarte Technologien, VR/AR und digitale Lernplattformen, die formelles und informelles Lernen nahtlos verbinden.

Genau an diesem Punkt setzt auch der Hochschulwettbewerb „New Learning Spaces“ von bkp und BLB NRW an, der am Beispiel des Hochschulgebäudes R12 der Universität Duisburg-Essen erforscht, wie sich Bestandsbauten in zukunftsfähige Lern- und Arbeitswelten transformieren lassen. Studierende der Soziologie, Architektur und Innenarchitektur sowie junge Büros verbinden dabei Forschung und Gestaltung, um neue Raumkonzepte zu entwickeln, in denen lebenslanges, vernetztes und kollaboratives Lernen räumlich erlebbar wird.

Wie bkp Lernen konkret lebt

Im Vortrag hat Heiner Kolde gezeigt, wie bkp lebenslanges Lernen konkret im Alltag verankert. Ein zentrales Lernziele-Board sorgt dafür, dass jede Person ihre individuellen Entwicklungsziele sichtbar macht und gemeinsam mit dem Team schärft. Eine eigene digitale Lernplattform bündelt alle Inhalte, Kurse und Lernpfade, unterstützt durch einen KI-Coach, der passende Trainings und „Power Skills“ vorschlägt.

Zusätzlich verfügt jede:r Mitarbeitende über ein festes Lernbudget, 12 Fortbildungstage pro Jahr und rund 5 % der Arbeitszeit, die bewusst für persönliche Weiterentwicklung eingesetzt werden können.
Praktische Beispiele, die unsere Lernkultur prägen:

  • KI-First-Mindset – wir nutzen KI-Tools konsequent und lernen gemeinsam, wie diese unsere Arbeit verbessern können
  • 1 % Methode – jeden Tag ein bisschen besser werden, kontinuierliche kleine Verbesserungen summieren sich zu großen Veränderungen
  • Fehler des Monats – positiv gerahmt teilen wir Fehler öffentlich und lernen gemeinsam daraus
  • Tuesday Muesday – wöchentlicher Wissensaustausch im Team rund um aktuelle Projekte, Learnings und Best Practices

So entsteht bei bkp eine Lernkultur, in der Entwicklung nicht nebenbei passiert, sondern strukturell unterstützt und räumlich wie organisatorisch möglich gemacht wird.

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