Projekt
Ein Campus, der Produktwelten sichtbar macht
Pixel-Idee trifft Holzbau und New Work
Projekt
Ein Campus, der Produktwelten sichtbar macht
Pixel-Idee trifft Holzbau und New Work


Kategorie
Office
Leistungen
Team
Marie Seliger
Moritz Stein
Nikolai Schulte
Eva Boss
Ort
Vreden
Status
Auszeichnungen
Auszeichnungen
Größe
3.300 qm
Credits
Picksell Studios
Weg von rein funktionalen Flächen – hin zu einer Architektur, die Unternehmenskultur, Kollaboration und ganzheitliche Produktkommunikation sichtbar und spürbar macht. Genau vor dieser Aufgabe stand eines der führenden Unternehmen für Medien- und Content-Lösungen mit Fokus auf Produktwelten: Auf dem eigenen Campus sollte die Positionierung "Home of Media" nicht nur digital, sondern auch räumlich erlebbar werden.
Ausgangspunkt war ein klassisch gewachsener Unternehmensstandort mit klaren Funktionszuweisungen, aber wenig räumlicher Unterstützung für Austausch, Teamwork und bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Prozesse wurden immer komplexer, Teams hybrider, die Anforderungen an Geschwindigkeit und Qualität in der Produktkommunikation höher. Ziel war es, den gesamten Campus so weiterzuentwickeln, dass die Positionierung „Home of Media“ im Alltag erlebbar wird – und Mitarbeitende sich stärker als Teil eines großen Ganzen identifizieren.
Dafür entschieden sich das Unternehmen und bkp gemeinsam für einen ganzheitlichen Ansatz: Bestandsflächen neu denken und ergänzend einen modularen Neubau entwickeln, der heute auf kompakter Fläche funktioniert und morgen einfach wachsen kann. So entsteht kein singuläres Gebäude, sondern ein Campus, der als räumliche Bühne für Markenidentität, Zusammenarbeit und Innovation dient.
Bevor ein Quadratmeter neu geplant wurde, stand der strategische Dialog: In einem gemeinsamen Strategieworkshop mit der Führungsebene wurden Ziele, Wünsche und Leitplanken für den Campus definiert. Darauf aufbauend moderierte bkp Mitarbeiterworkshops in verschiedenen Gruppen, um Arbeitsweisen, Bedürfnisse und Potenziale aus dem Team heraus zu verstehen.
Das Ergebnis ist ein abgestimmtes Raumprogramm, das in iterativen Feedbackrunden mit einer feinjustierten Belegungsplanung hinterlegt wurde. Parallel begleitete bkp den Change-Prozess – von Multiplikatorengruppen bis zur Verabschiedung des Gestaltungskonzepts – und sorgte so für eine hohe Akzeptanz im Unternehmen. Ein wichtiges Ziel: Anreize schaffen, wieder häufiger ins Büro zu kommen und das Homeoffice bewusst mit einem qualitativ hochwertigen Campus zu ergänzen.

Kern der architektonischen Idee ist der Pixel – der kleinste Baustein eines Bildes, der erst im Zusammenspiel mit vielen anderen seine volle Wirkung entfaltet. bkp überträgt dieses Prinzip konsequent in den Raum: Einzelne „Pixel“ bilden Module mit klar definierten Funktionen – etwa Teamwork-Module für konzentrierte Zusammenarbeit oder Community-Module für Austausch und Begegnung. In ihrer Summe ergeben diese Einheiten ein architektonisches Gesamtbild, das für Zusammenarbeit, Vielfalt und gemeinsame Wertschöpfung steht.
Der Campus wird so zu einem räumlichen Abbild der Arbeitsweise des Unternehmens: Projekte entstehen im Zusammenspiel vieler Talente, Disziplinen und Perspektiven. Architektur und Innenarchitektur greifen ineinander und übersetzen diesen Gedanken in klare, zeitlose und zukunftsfähige Räume – von fokussierten Arbeitszonen bis hin zu offenen Treffpunkten für schnelle Abstimmungen und informellen Austausch.

Der Neubau ist in modularer Holzrahmenbauweise geplant – eine bewusste Entscheidung für nachhaltige Architektur mit strategischem Mehrwert. Holz als nachwachsender Rohstoff bindet CO₂, sorgt für ein angenehmes Raumklima und ermöglicht durch den hohen Vorfertigungsgrad eine deutlich verkürzte Bauzeit. Gleichzeitig schafft die Konstruktion die Grundlage für einen hohen Dämmstandard und damit für energieeffizientes Arbeiten im Alltag.
Die Module sind so konzipiert, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus vollständig demontier- und recycelbar bleiben. Ergänzt wird das nachhaltige Konzept durch eine gezielte Fassadenbegrünung, die nicht nur zur ökologischen Qualität beiträgt, sondern auch das äußere Erscheinungsbild des Campus prägt. Nachhaltigkeit wird damit nicht als Zusatz verstanden, sondern als integraler Bestandteil der architektonischen Systematik – heute geplant, damit der Campus morgen bestehen kann.
Die Anforderungen an Medien- und Content-Produktion verändern sich schnell – Teams wachsen, Projekte werden komplexer, neue Formate entstehen. Genau dafür ist der Neubau als modularer Baukörper konzipiert, der in einer kompakten Ausgangsvariante startet und bei Bedarf schrittweise erweitert werden kann. Die „Pixel“-Logik zahlt sich hier doppelt aus: Jedes Modul bringt eine definierte Funktion ein, zugleich bleibt der Gesamtcampus flexibel und skalierbar.
Diese Flexibilität setzt sich im Inneren fort: Räume lassen sich je nach Projektlage neu konfigurieren, Arbeitsflächen werden bedarfsgerecht belegt, und verschiedene Zonen bilden ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Fokus, Kollaboration und Community. So entsteht eine Arbeitsumgebung, die mit den Anforderungen der Produktwelten mitwächst – statt sie auszubremsen.
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Am Ende steht ein Campus-Konzept, das weit über die reine Flächenoptimierung hinausgeht. Architektur, Innenarchitektur und Consulting greifen ineinander und schaffen eine Arbeitswelt, in der das Unternehmen seine Produktwelten nicht nur entwickelt, sondern auch räumlich erleben kann.
Die Idee des Pixels wird so zum Sinnbild für das gesamte Projekt: Viele einzelne Talente, Teams und Module fügen sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen – einem „Home of Media“, das als Positionierung Identität stiftet, Zusammenarbeit stärkt und die Basis für effiziente, zukunftsfähige Prozesse in der Produktkommunikation legt.
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